Die Urlaubszeit ist für viele Tierhalter die schönste Zeit des Jahres – doch für Hunde und Katzen kann sie gesundheitliche Risiken bergen. In südlichen und warmen Regionen Europas treten verschiedene Reisekrankheiten auf, die durch Parasiten oder Insekten übertragen werden. Eine gute Vorbereitung schützt Ihr Tier zuverlässig.


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Zeckenkrankheiten
In vielen Ländern sind Zecken ganzjährig aktiv. Sie können gefährliche Erreger wie Babesien, Ehrlichien oder Anaplasmen übertragen.
➡️ Tipp: Verwenden Sie ein wirksames Zeckenmittel und kontrollieren Sie Ihr Tier täglich nach Spaziergängen.
Leishmaniose
Diese Erkrankung wird durch Sandmücken übertragen und kommt vor allem im Mittelmeerraum vor. Sie kann chronisch verlaufen und ist schwer behandelbar.
➡️ Vorbeugung: Mückenschutz und – bei Reisen in Risikogebiete – eine Impfung gegen Leishmaniose sind empfehlenswert.
Herzwurmkrankheit
Der Herzwurm (Dirofilaria immitis) wird durch Stechmücken übertragen und befällt Herz und Lunge.
➡️ Schutz: Eine vorbeugende Behandlung vor und nach der Reise ist wichtig, besonders in Südeuropa.
Gardien und andere Darmparasiten
In warmen Regionen treten Gardien, Kokzidien und andere Darmparasiten häufiger auf.
➡️ Tipp: Achten Sie auf Hygiene, vermeiden Sie stehendes Wasser und lassen Sie nach der Reise eine Kotuntersuchung durchführen.
Reiseapotheke
Eine kleine Reiseapotheke gehört in jedes Gepäck:
- Zeckenzange
- Durchfallmittel
- Wundspray
- Impfausweis

Ist Schokolade wirklich giftig für Tiere?
Diese Frage haben sich schon viele Tierhalter gestellt, die ihren Hund oder ihre Katze beim unerlaubten Verspeisen des Schokokuchens (der Schokoladentafel) vom Küchentisch erwischt haben. Tatsächlich kann Schokolade – so scheinbar harmlos und lecker sie auch daher kommt – gefährlich bis lebensbedrohlich für Tiere sein. Schuld sind diesmal nicht die Kalorien, sondern das Theobromin, das in der Schokolade steckt und Vergiftungen bei Hunden und Katzen hervorrufen kann.
Die Symptome einer Schokoladenvergiftung bei Hunden und Katzen hängen von der Art (Zartbitter) und der Menge der aufgenommenen Schokolade sowie von der individuellen Verträglichkeit des Tieres ab. Theobromin erhöht den Blutdruck, beschleunigt den Puls, verengt die Blutgefäße und vermindert die Reizschwelle der Nerven im Gehirn. Bei einer Schokoladenvergiftung kann es daher zu Unruhe, Zittern, Krampfanfällen, Überwärmung und Herzrhythmusstörungen kommen. Außerdem leidet das Tier unter Erbrechen, Durchfall und vermehrtem Durst.
Die ersten Symptome der Theobrominvergiftung treten meist innerhalb von zwei bis vier Stunden, nachdem das Tier die Schokolade gefressen hat, auf. In vielen Fällen vertragen Hunde und Katzen Schokolade gut – vor allem, wenn sie nur kleine Mengen davon gefressen haben.
Hat das Tier eine große Menge Schokolade aufgenommen, kann die akute Schokoladenvergiftung ohne Behandlung innerhalb von 12 bis 36 Stunden tödlich verlaufen. Wenn der Hund oder die Katze überlebt, ist überdies eine chronische Schokoladenvergiftung möglich, bei der die Leber des Tieres dauerhaft geschädigt wird.

Was tun, wenn mein Tier Schokolade gefressen hat?
Wenn Ihr Hund oder Ihre Katze Schokolade gefressen hat, empfiehlt es sich, den Tierarzt aufzusuchen. Warten Sie nicht ab, bis das Tier erste Symptome einer Schokoladenvergiftung wie Krämpfe oder Erbrechen zeigt. Je früher Ihr Tier behandelt wird, desto größer ist die Chance, dass es keine bleibenden Schäden davonträgt. Ihr Tierarzt wird abwägen, ob eine Behandlung nötig ist oder ob er die aufgenommene Menge Theobromin als ungefährlich einstuft. Hält er eine Behandlung für angebracht, wird er Maßnahmen einleiten, um die Schokolade möglichst rasch aus dem Körper des Tieres zu entfernen.
Wenn die Aufnahme der Schokolade nicht länger als zwei Stunden her ist, kann der Tierarzt beim Hund oder bei der Katze Erbrechen herbeiführen, um das Theobromin aus dem Körper des Tieres zu entfernen.